Mini-Studio für perfekte 3D-Aufnahmen von Sammlerstücken

Sammlerstücke, Produkte oder andere Objekte benötigen zur perfekten Wiedergabe und Freistellung eine gleichmäßige Ausleuchtung. Diese erzielt man durch Einsatz eines Lichtzeltes. Harte Schatten werden durch die Umgebung mit einem diffusem weißen Stoff erhalten. Mittels einer farbigen Stoffeinlage wird eine Hohlkehle beim Übergang zwischen Hintergrund und Untergrund erzeugt. Durch die Farbe des Hintergrundes wird die Freistellung der Objekte im Bild unterstützt.
Mini-Fotostudio
Die Kamera fixiert man geeignet auf einem Kameraschlitten, der aber eine feste Position einnehmen sollte damit nach der Verschiebung die parallele Aufnahmeanordnung erhalten bleibt. Der Kameraschlitten und die zeitversetzte Aufnahme mit einer Kamera ist aufgrund des kurzen Basisabstandes im Nahbereich erforderlich.
Kameraschlitten
Die Auslösung der Kamera sollte man über einen Fernauslöser oder mit der Zeitauslöser-Funktion vornehmen. Ebenfalls kann der Einsatz einer Graukarte und Farbreferenzkarte das Ergebnis verbessern. Auch eine Aufnahmereihe mit unterschiedlicher Belichtung und Fokuseinstellung (exposure bracketing) ist zu empfehlen. Mit dem späteren Zusammenführen der Aufnahmen (exposure blending) kann man Bildverbesserungen erzielen.

Terrakottasokdaten – fotogtafiert im Ministudio

Objekte mit dem Flachbettscanner in 3D digitalisieren

Flachbettscanner werden mit unterschiedlichen Technologien angeboten. CIS-Scanner (contact image sensor) beleuchten das zu scannende Objekt mit roten, grünen und blauen LEDs. Das Licht gelangt über eine Stablinse zum Contact Image Sensor. Aufgrund der Optik haben diese Scanner keine Tiefenschärfe und sind nur für flache Objekte geeignet.

CCD-Scanner (charge coupled device) beleuchten das Objekt mit einer weißen Kaltlichtlampe. Mittels eines Spiegelsystems wird das weiße Licht in die Grundfarben zerlegt. Der CCD hat für jede Farbe eine Sensorzeile. Das zerlegte Licht wird über eine Linse auf die entsprechenden Sensorzeilen reflektiert. Aufgrund dieser Abbildung entsteht eine Tiefenschärfe und somit auch die perspektive Abbildungseigenschaft.

Positioniert man nun das zu scannende Objekt einmal am Rand und verschiebt es danach in die Mitte der Scannerfläche, entstehen zwei unterschiedliche Perspektiven. Man gewinnt durch beide Scanvorgänge ein Stereobildpaar. Bei einer Auflösung von 2400 dpi erzielt man mit einem DIN-A4 Scanner horizontal eine Auflösung von ca. 20.000 px mit einer Pixelgröße von 10 Mikrometer.

Scanvorgang

Das zu scannende Objekt montiert man geeignet auf einem kleinen Bilderrahmen, Zur Vermeidung von Fremdlichteinfall bei nicht geschlossenem Scannerdeckel kann man die Scannerfläche mit einem dunklen Tuch abdecken. Zur Bildmontage ist StereoPhoto Maker hilfreich, das Bildpaar speichert man zweckmässig in einer JPS-Datei side-by-side.

Hallo Welt!

Das Jahr 2010 sollte den Durchbruch für 3D auf PC und TV erleben. Selbst die Bildzeitung erschien am 28. August komplett im Anaglyphendruck. Spiele der Fussball WM in Südafrika wurden im Fernsehen auf Pay-Kanälen in 3D übertragen. Keine Frage, es ging ein Ruck durch die 3D-Welt. Im Kino sind die ersten ernsthaften 3D-Filme zu sehen, nicht nur Action und Animation. Dieser Blog betrachtet das Medium 3D von der  Aufnahme und Berechnung bis zur Wiedergabe auf PC, TV, Projektion und Printmedien. Berichtet wird über die Erstellung von 3D-Content. Die Informationen sind an Einsteiger und semi-professionelle Nutzer gerichtet.  gp