Zwei Guckis = ein Stereoskop

Schubladenfunde: Salut, Malipit, Cenei Scoper, Diavist

In den 1970er Jahren war der Dia-Abend nach dem Urlaub Kult. Gereicht wurden Käsewürfel, Salzstangen und Kaltgetränke. Vor der Präsentation kam die Sichtung und Rahmung des Filmmaterials. Ein wichtiges Hilfsmittel war der einfache Dia-Gucki für Filmstreifen und gerahmte KB-Dias 24x36mm.

Malipit aus der DDR gab es in vielen Farben, damals waren die Anaglyphen auch noch rot / grün

Auf Trödelmärkten und Aktionsplattformen findet man noch eine Vielzahl dieser kleinen Plastikboxen. Dia einlegen und einfach gegen das Licht halten. Mit zwei Guckis auf einem Leuchtpult kann man auch prima 3D schauen.

Wo aber bekommt man die Dias her? Analog Cha-Cha, das geht noch. Digital belichten ist heute möglich. Fotos aus der Digitalkamera oder Renderings aus dem CAD-System. So schafft man sich ein leicht zugängliches analoges Archiv seiner digitalen Wertstücke. Wer Freude am Basteln hat, kann dem DIY Stereoskop auch eine entsprechende Karosserie verpassen. Hier haben wir die Anaglyphebrille, und die Sputnik-Kamera.

Foto einer Sputnik UDSSR Stereokamera mit Cenei F-Scope Guckis

Side-by-side Format für Printmedien

Will man ein Raumbild ohne Farbverlust auf Printmedien weitergeben, dann ist das side-by-side Format angesagt. Der LOREO LITE 3D Viewer ist aufgrund des Preises auch als give-away geeignet. Gegenüber den vielen aufwendigeren Lösungen stellt der Viewer von Loreo eine einfache und brauchbare Handbhabung dar.Das 3D-Bild darf eine Größe von 5-7 inch haben.
liteViewer
Das Standardfotoformat 13×18 ist geeignet, aber auch auf Bildschirmen ist der Viewer anzuwenden. Gegenüber Google’s high-tech VR-Variante ist die Betrachtung mit dem Lite Viewer ein alter Hut. Wer sich aber mit kleinen Objekten oder Miniaturen beschäftigt, wird hier eine brauchbare Lösung finden. Klicken Sie auf das Bild, wenn Sie ein Betrachtungsgerät zur Hand haben und ändern Sie ggf. den Zoomfaktor des Browsers. Interessant am Bildinhalt ist möglicherweise die Kombination aus 3D-CAD Geometrie mit einer photogrammetrisch erfassten Oberflächenmesh.
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