Galerie

Die Präsentation von Raumbildern ist mit mehr oder weniger technischem Aufwand möglich. Mein Favorit ist die Großbildprojektion und Betrachtung mit Polfiltern. Der geringste Aufwand bei hinreichend guten Ergebnissen ist immer noch mit dem Anaglyphenverfahren und Rot-Cyan-Brillen zu erreichen. Gerade für Bildschirmbetrachtungen mit Zoom-Möglichkeiten können eindrucksvolle Ergebnisse entstehen. Optische Vergrößerungen von Rasterbildschirmen sind kein adäquates Verfahren. Man sollte jedoch immer abwägen, ob das Raumerlebnis den Qualitätsverlust gegenüber der Betrachtung mit unbewaffnetem Auge ausgleicht. In dieser kleinen Bildergalerie sind Anwendungen aus verschiedenen Projekten zusammengestellt, die Sie mit einer rot/cyan Anaglyphenbrille betrachten können.

Auf den Gleisen

Zum Einsatz bei den Detailaufnahmen von Güterwagen kam eine Canon Powershot G10. Alle Aufnahmen haben eine Stereobasis von 65 mm. Die Basis wurde mit der Stereowippe von Radex realisiert, wobei ein Einbeinstativ mehr oder weniger frei gehalten wurde. Die geringfügigen Abweichungen von der idealen Anordnung werden bei digitalen Aufnahmen problemlos korrigiert. Alle Abbildungen sind im 4:3 Format mit einer Auflösung von 800×600 Pixeln als Farbanaglyphen aufrufbar.

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Schwere Technik

Schwarz-weiss Anaglyphen, aufgenommen mit der Fuji Finepix 3D. Im Nahbereich werden die Details im Raumbild besonders herausgebildet. Die Maschinenteile hier sind keine fotografischen Masterpieces, stehen aber für eine interessante Thematik. Die Parallaxe in der zweiten Abbildung ist extrem bis zum Störbild, was besonders bei Kopfbewegung deutlich wird.

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Messbildaufnahme

Von der Christuskirche in Bochum wurden im Rahmen einer Diplomarbeit an der dortigen FH steingerechte Fassadenpläne erstellt. Die Bildaufnahme erfolgte von einem Hubwagen aus mit einer UMK Messkamera, Brennweite 98 mm bei einem Bildformat von 13 cm x 18 cm. Die Originalbilder wurden auf einem Epson Durchlichtscanner mit optischer Auflösung von 4800 x 9600 px gescannt und zu einem Stereobildpaar montiert. Aufgrund der freien Aufnahmepositionen ist die Stereoanordnung nicht optimal. Es wird jedoch die räumliche Wirkung einer vergrößerten Basis deutlich. Das Scannen analogen Filmmaterials ist ein Zwischenschritt zur digitalen Weiterverarbeitung des Bildmaterials. Klicken Sie in das Bild zur Anzeige der s/w Anaglyphe, hier aber mit geringer Auflösung.

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3D-Modell eines Wappenfrieses

Ein Wappenfries aus dem 15.Jhdt. wurde mit dem Structure from Motion Verfahren aufgenommen, als 3D-Modell rekonstruiert und für den Druck aufbereitet.Aus ca. 50 Foto entstand ein Modell mit etwa 0,5 Mio Dreiecksflächen.Die Abbildung ist ein freigestelltes entzerrtes Foto. Klicken Sie in das Bild um das 3D-Modell in Anaglyphendarstellung zu betrachten. Worin kann der Vorteil des 3D-Modells liegen? Es können künstliche Beleuchtungssituationen geschaffen werden, die Strukturen im Objekts sichtbar machen. Statt Fotografien aud dem zweidimensionalen Medium sind 3D-Modelle für beliebige Projektionsformate zu erstellen. Letztlich ist auch das Replikat als 3D-Druck für die Interpretation von Bedeutung.

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Ausgewählte 3D-Anwendungen – nicht kommentiert