Raumbildformate für Kleinbildkameras

Analoge Stereokameras aus den 60er Jahren können auch bei heutiger hybrider Verarbeitung durchaus noch Bedeutung erlangen. Aus diesem Grund eine Erläuterung des Unterschiedes zwischen europäischem und amerikanischem Format. Für den 35mm-Kleinbildfilm kennen wir die Raumbildformate Kleinstbild, Halbbild und das 41 mm x 101 mm Format. Das Kleinstbild ist vom Viewmaster-System her bekannt. Mit Halbbild wird das Format 24 mm x 18 mm für Kameras mit einem Objektiv und Strahlenteiler bezeichnet. In der Norm DIN 4531 Stereoskopie (Raumbildwesen) ist das Stereo-Kleinbildformat 41 mm x 101 mm definiert. Die Abmessungen gelten für den äußeren Bildrahmen einer Kamera mit zwei Objektiven bei einem Objektivabstand von 62 mm. Hierbei wird für die inneren Abmessungen das amerikanische Format mit 24 mm x 23 mm vom europäischen Format 24 mm x 30 mm, in der Abbildung die gelben Bereiche, unterschieden.

Amerikanisches und europäisches Raumbildformat


Der perforierte Kleinbildfilm benötigt für das amerikanische Format lediglich fünf Perforationen, während das europäische Format sieben Perforationen nutzt. Hierdurch entsteht zwischen linkem und rechten Halbbild eine Lücke, die mit zwei bzw. einem Halbbild der Folgebildpaare ausgefüllt wird. Den Vorzug wird man dem um ca. 30 % größeren europäischen Format geben. Kamerakonstruktionen dieses Formates sind Belplasca aus Dresden und FED aus der Ukraine. Bekannte amrikanische Modelle sind Stereo Realist oder TDC Vivid.

Amerikanisches Raumbildformat für 35-mm-Kleinbildfilm

Für beide Formate sind Diarahmen z.B. von RBT erhältlich. Kameras, bei denen der Filmtransport von links nach rechts erfolgt, bringen das linke Halbbild mit höherer Perforationsnummer. Die RBT Rahmen sind mit Noppenleisten zur einfachen Justierung versehen.